802.11ac: Das müsst ihr über den WLAN-Standard wissen

Mehr Tempo im Funknetz

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von Alexander Zollondz
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Wer schnell im Drahtlos-Netz unterwegs sein möchte, achtet darauf, dass die eingesetzte Hardware den 802.11.ac-Standard unterstützt. In diesem Artikel liefern wir euch die technischen Hintergründe zum Nachfolger des WLAN-n-Standards im Detail.

Multimedia-Streaming im Netzwerk - mit dem WLAN-Standard ac kein Problem. Er sorgt für kabellose Verbindungen mit Geschwindigkeiten im Gigabit-Bereich. Dafür verantwortlich sind gleich mehrere Veränderungen im Vergleich zu anderen WLAN-Standards.

Inhaltsverzeichnis

  1. WLAN-Standard IEEE 802.11n
  2. Geräte auf dem Markt
  3. Neue Antennentechnik
  4. Beamforming für bessere Abstrahleffekte

WLAN ist eine feine Sache. Anwender müssen keine Kabel verlegen und der Router ist auch schnell eingerichtet. Desktop, Fernseher, Tablet oder Smartphone - alle Geräte können schnell Daten austauschen.

Wie schnell die Funkverbindung ist, hängt entscheidend vom unterstützten WLAN-Standard des Routers im Netzwerk ab. Der weit verbreitete und abwärts kompatible Standard IEEE 802.11n (kurz: WLAN n) bringt Datenverbindungen bis zu einer Brutto-Geschwindigkeiten bis zu 600 Megabit pro Sekunde in die eigenen vier Wände.

Broadcom produziert auch Chips für den ac-WLAN-Standard, der auch mit dem Label 5G WiFi vermarktet wird.
Broadcom produziert auch Chips für den ac-WLAN-Standard, der auch mit dem Label 5G WiFi vermarktet wird. (Quelle: Screenshot 5gwifi.org)

WLAN-Standard IEEE 802.11n

Erreicht wird das durch breitere Funkanäle im 40 Megahertz-Bereich und die Nutzung des weniger stark frequentierten 5 Gigahertz-Netz, in dem der Standard arbeiten kann. Hinzu kommt, dass WLAN n in der Lage ist, vier Antennen zu nutzen, um Verbindungen herzustellen; pro WLAN-Stream sind dann 150 Megabit pro Sekunde drin.

Dass auf dem Endgerät weniger ankommt, liegt an baulichen Hindernissen, Protokolldaten und auch an den verwendeten Adaptern auf der Gegenseite. So sinkt der Durchsatz rapide - bei drei Antennen in Senderichtung, also 450 Megabit pro Sekunde, sind maximal ein Drittel netto, also 150 Megabit pro Sekunde, möglich.

Geräte auf dem Markt

Für die meisten Anwendungsszenarien reicht das aus und die Internetleitung ist meist ohnehin nicht so schnell. Doch immer mehr Netzwerk-fähige Endgeräte mit immer mehr Datenverbindungen im Haushalt können zu Datenstaus führen. Streaming von hochauflösenden TV-Signalen, Internetfernsehen, Videotelefonie per Skype, Online-Spiele - auch der prinzipiell schnelle WLAN-Standard n stößt da schnell an seine Grenzen.

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Dieser Artikel wurde mit den Schlagworten Computer, DSL, Netzwerk, DSL-Hardware und Technik, Netzwelt-Wissen, Router und WLAN versehen.

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