WhatsApp teilt Nutzerdaten mit Facebook: Das steckt dahinter

Das könnt ihr dagegen tun

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von Alexander Kant
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Die neue Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) tritt am 25. Mai in Europa in Kraft. Dank diesen neuen Regelungen sollen vor allem Nutzer mehr Kontrolle über ihre Daten haben. Doch WhatsApp möchte nun Nutzerdaten mit anderen Facebook-Unternehmen und Facebook selber teilen. Wir verraten euch, welche Daten geteilt werden, wozu diese genutzt werden und wie ihr die Weitergabe eurer Daten an Facebook verhindern könnt.

WhatsApp gibt Daten an Facebook weiter.
WhatsApp gibt Daten an Facebook weiter. (Quelle: lewistse/depositphotos.com)

Inhaltsverzeichnis

  1. Welche Daten werden geteilt?
  2. Mit wem werden diese Daten geteilt?
  3. Wozu werden die erhobenen Daten genutzt
  4. Das könnt ihr tun

Am 25. Mai 2018 tritt die neue Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) in Kraft und schon länger bereiten sich Unternehmen auf die neue Regelung vor. Sie soll vor allem die Daten von Nutzern besser schützen. Der Messenger WhatsApp hat deshalb bereits das Nutzungsalter für den Dienst angehoben.

Nun äußerst sich das Unternehmen in einem FAQ-Artikel auf der Webseite von WhatsApp zum Austausch von Daten zwischen dem Messenger und dem Mutterkonzern Facebook sowie weiteren Unternehmen der Facebook-Gruppe. 2014 wurde WhatsApp nämlich für eine Summe von 19 Milliarden US-Dollar (16 Milliarden Euro) von Facebook aufgekauft.

Welche Daten werden geteilt?

Geteilt werden eine ganze Reihe von Nutzerinformationen:

  • eure registrierte Telefonnummer
  • die Geräteinformationen (Gerätekennung, Betriebssystemversion, App-Version, Plattforminformation, Ländervorwahl der Mobilnummer, Netzwerkcode, Markierungen, die es erlauben, Zustimmungen zu Aktualisierungen und Steuerungsoptionen nachzuverfolgen)
  • Wann ihr WhatsApp zum letzten Mal genutzt habt, wann der Account registriert worden ist und die Häufigkeit der Nutzung von Funktionen.

Es werden laut WhatsApp hingegen weder Kontakte, Nachrichten, Bilder oder Videos geteilt noch gelesen.

Mit wem werden diese Daten geteilt?

Diese Informationen werden mit Facebook-Unternehmen geteilt. Dazu gehören: Oculus, Facebook, Instagram, der VPN-Anbieter Onavo, die Fitness-App Moves von ProtoGeo, das Analyse-Tool CrowdTangle, sowie die Live-Filter-App Masquerade.

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Zusätzlich teilt WhatsApp die Daten mit "vertrauenswürdigen Drittanbietern". Es werden keine Namen genannt, wer diese Drittanbieter sind. Daher hat netzwelt angefragt, um welche Drittanbieter es sich handelt.

"WhatsApp cares deeply about privacy and security. Like other technology companies, we receive services from partners in order for us to operate our services – such as connecting your voice and video calls. Every message and call is secured by end-to-end encryption so that no one, not even WhatsApp, can read or listen to your conversations." WhatsApp-Sprecher

Uns sagte ein WhatsApp-Sprecher: "WhatsApp legt großen Wert auf Datenschutz und Sicherheit. Wie andere Technologieunternehmen erhalten wir Dienstleistungen von Partnern, damit wir unsere Dienste - wie zum Beispiel die Verbindung eurer Sprach- und Videoanrufe - betreiben können. Jede Nachricht und jeder Anruf wird durch eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung gesichert, so dass niemand, nicht einmal WhatsApp, eure Gespräche lesen oder hören kann."

Diese "vertrauenswürdigen Drittanbieter" sind also Dienstleister, die wie im Zitat genannt die Infrastruktur für Video- und Sprachanrufe bereitstellt. Damit diese auf Nutzerwünsche reagieren und Fehler beseitigen können, teilt WhatsApp ausgewählte Daten mit diesen.

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Dieser Artikel wurde mit den Schlagworten Datenschutz, Facebook, Ratgeber: Sicherheit, WhatsApp, Aktuelle Betrugswarnungen und DSGVO versehen.

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