Always Connected PC

Was ist das und für wen lohnt sich der Kauf?

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von Jan Kluczniok
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Ein neuer Trend im PC-Markt zeichnet sich ab. Im Frühjahr 2018 werden Hersteller wie Asus, Lenovo und HP die ersten Always Connected PCs (ACPC) auf den Markt bringen. Netzwelt verrät euch, was sich hinter dem kryptischen Begriff verbirgt und für wen sich der Kauf eines ACPC lohnt.

Always Connected PCs sollen die Vorteile eines Smartphone mit denen eines Laptops verbinden.
Always Connected PCs sollen die Vorteile eines Smartphone mit denen eines Laptops verbinden. (Quelle: Qualcomm)

Der Begriff "Always Connected PC" wurde 2017 von Microsoft und Qualcomm aufgebracht. Es handelt sich um ein Marketing-Wort um Laptops, Tablets und Convertibles mit Windows 10 on ARM, häufig auch als Windows 10 on Snapdragon bezeichnet, zu vermarkten. Entsprechende Geräte sollen die Vorzüge eines Smartphones wie kurze Boot- und lange Akkulaufzeit mit der Produktivität eines Windows 10-Laptops verbinden.

Was ist ein Always Connected PC?

Ähnlich wie bei den Ultrabooks von Intel handelt es sich hier also nicht um eine neue Geräteklasse, viel mehr erfüllen diese Notebooks und Tablets bestimmte Kriterien, die sie zu einem "Always Connected PC" machen. Diese Vorschriften sind aber weniger strikt als bei Intel. So macht Qualcomm zum Beispiel keine Angaben zum Formfaktor, Größe oder Gewicht der Geräte. Die ersten beiden vorgestellten ACPCs das Asus NovaGo und der HP Envy X2 könnten unterschiedlicher nicht sein. Während das Asus-Modell einem klassischen Laptop ähnelt, handelt es sich beim HP Envy X2 eher um ein Tablet. Wenn es keine Vorgaben für das Design gibt, was macht ein Laptop oder Tablet dann zum Always Connected PC? Derzeit lassen sich vor allem fünf Gemeinsamkeiten bei den Geräten erkennen:

  • Als Prozessor fungiert ein Qualcomm-Chip.
  • Beim Betriebssystem handelt es sich um Windows 10 on ARM.
  • Dank WLAN und integrierter SIM-Karte können die Geräte jederzeit online gehen.
  • Die Geräte bieten dem Hersteller zufolge eine Akkulaufzeit von bis zu 20 Stunden.
  • Sie werden nicht heruntergefahren, sondern sind stetig auf Standby - ähnlich wie ein Smartphone.

Die lange Akkulaufzeit und der Standby-Betrieb ergeben sich laut Qualcomm aus der verwendeten Technik. Die derzeit angekündigten ACPCs nutzen den ursprünglich für Smartphones entwickelten Prozessor Qualcomm Snapdragon 835. Dieser benötigt weniger Platz und Energie als ein Intel Core i-Chip, wodurch die Hersteller in den Geräten größere Akkus verbauen können. Die Kehrseite der Medaille: Always Connected PCs sind keine High End-Geräte, ihre Rechenpower ist vergleichbar mit der eines Netbooks. Dafür sollen die Geräte aber auch günstiger sein als ein Ultrabook.

Für wen lohnt sich der Kauf eines Always Connected PCs?

Die Geräte sind vor allem für Nutzer konzipiert, die viel unterwegs arbeiten, dabei eine Windows-Umgebung benötigen und nicht ständig den Akkustand ihres Laptops im Auge haben wollen. Solltet ihr diese drei Kriterien erfüllen, könnt ihr über den Kauf eines ACPC nachdenken. Allerdings solltet ihr aus unserer Sicht erst einmal abwarten, wie sich dieses junge Segment entwickelt.

Bestenliste: Always Connected PC

Nachfolgend findet ihr alle von netzwelt getesteten "Always Connected PCs". Mit einem Klick gelangt ihr zum ausführlichen Testbericht.

Nicht für alle von uns getesteten Produkte vergeben wir eine Note. Dies kann unterschiedliche Gründe haben.

Einige Produkte konnten wir zum Beispiel nur kurz auf einer Messe ausprobieren und nicht längere Zeit einem redaktionellen Test unterziehen.

Zudem vergeben wir erst seit 2014 Testnoten. Auf eine nachträgliche Bewertung älterer Produkte haben wir bewusst verzichtet.

In dieser Bestenliste findet ihr nachfolgend alle von uns getesteten Produkte ohne Note. Die angezeigte Bewertung spiegelt die Meinung unserer Leser wieder.
  • 9.0

    Asus NovaGo

    Auf dem Media Day-Event in Berlin hat Asus während der IFA das neue ZenBook Flip vorgestellt, das mit einem Handgriff zum Tablet wird. Was das Convertible kann, klären wir in einem ersten Test.

  • 8.0

    Hewlett Packard Envy X2 (2018)

    Das HP Envy X2 erinnert optisch stark an das Surface Pro von Microsoft, bietet laut Hersteller aber mit bis zu 20 Stunden eine deutlich längere Akkulaufzeit - nicht der einzige Vorteil des Klons, wie der Kurztest des HP Envy X2 zeigt.

Weitere Notebook-Bestenlisten

Eine komplette Übersicht aller Produkte findet ihr hier: Notebook - Alle Produkte und Testberichte. Sucht ihr nach speziellen Preisspannen, Funktionen oder ähnliches, helfen euch unsere anderen Bestenlisten zum Thema weiter.

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