Motorola Razr HD im Test

Ausdauernder Akku, schwache Kamera

Motorola präsentiert mit dem Razr HD ein ausdauerndes XXL-Smartphone mit schicker Kevlarhülle. Ganz ohne Makel ist das 4,7-Zoll-Smartphone aber leider nicht.

Das Razr HD ist mit einer Bilddiagonalen von 4,7 Zoll ein wahrer Smartphone-Riese. Das Display ist dabei nicht der einzige Bereich, in dem das Motorola-Modell mit Werten aus dem XXL-Bereich glänzt. Ein Faktor mindert aber den positiven Gesamteindruck.

Design und Verarbeitung

Motorola hält sich beim Razr HD stark an das Design des Vorgängers Motorola Razr, hat dieses aber noch weiter veredelt: So besteht die Rückseite nun vollständig aus Kevlar, der Rahmen aus Aluminium. Die Sensortasten unterhalb des Displays sind zudem virtuellen Schaltflächen gewichen.

Motorola Razr HD

Das Gehäuse ist nun durchgängig 8,4 Millimeter dick und damit einen Tick dünner als die Konkurrenten HTC One X+ oder Samsung Galaxy S3. Dafür ist das Razr HD aber mit einem Gewicht von 146 Gramm auch etwas schwerer. Insgesamt ist das Modell hochwertig verarbeitet, jedoch ist das Razr HD nicht so ein Hingucker wie der kleinere Bruder Motorola Razr i.

Hardware

Das Motorola Razr HD basiert auf dem Qualcomm-Chipsatz MSM8960. Der Dual-Core-Prozessor taktet dabei mit 1,5 Gigahertz und liefert eine ordentliche Leistung. Größere Denkpausen oder Ruckler gab es im Test nicht. Benchmarktechnisch muss Motorola zwar der Konkurrenz den Vortritt lassen. Im Geekbench- und im Sunspider-Test liegt das Modell aber nur knapp hinter dem Quad-Core-Smartphone HTC One X.

Als Bildschirm verwendet Motorola ein Super AMOLED HD-Display, wie es auch im Galaxy S3 von Samsung zum Einsatz kommt. Nutzer dürfen sich also auf brillante Farben und einen großen Blickwinkel freuen. Im direkten Vergleich ist der Bildschirm des Razr HD sogar ein Stück heller und kommt mit größeren Weißflächen daher besser zurecht - allerdings weisen diese auch hier einen Grauschimmer auf.

Der interne Speicher misst 16 Gigabyte, Nutzern stehen davon 11,7 Gigabyte zur freien Verfügung. Wem das nicht reicht, der kann auch eine Speicherkarte mit bis zu 32 Gigabyte Kapazität in das Razr HD einsetzen. Dank NFC- und LTE-Unterstützung sind Razr HD-Nutzer zudem für die Zukunft gerüstet. Das Razr HD unterstützt dabei alle in Deutschland verfügbaren LTE-Netze.

Sprachqualität und Akkulaufzeit

Die Sprachqualität des Motorola Razr HD ist mittelmäßig. Sonderlich klar kommen die Stimmen der Gesprächspartner nicht durch die Leitung, Nebengeräusche werden zudem nicht vollständig gefiltert. Im Freisprechmodus kam es im Test zu leichten Aussetzern. Über verpasste Anrufe oder Nachrichten informiert das Razr HD seine Nutzer mit einer großen Status-LED oberhalb des Displays. So entgeht dem Nutzer kein Kontaktversuch mehr. Zum Telefonieren benötigen Nutzer eine Micro-SIM-Karte.

Der Akku fällt beim Razr HD zwar nicht so groß aus wie beim Modell Razr Maxx, ist aber deutlich größer als bei der Konkurrenz: Die Kapazität beträgt 2.530 Milliamperestunden, das sind satte 20 Prozent mehr, als das HTC One X+ und das Samsung Galaxy S3 bieten. Das macht sich auch im Test bemerkbar: Eine halbe Stunde Shadowgun spielen verbraucht gerade einmal neun Prozentpunkte auf der Akku-Anzeige - wohlgemerkt bei aktiver WLAN- und Mobilfunkverbindung sowie Display auf voller Helligkeit. Das Galaxy S3 verbraucht bei gleicher Konfiguration elf Prozentpunkte. Klingt zunächst nach einem geringen Unterschied, hochgerechnet lässt sich aber auf dem Razr HD damit Shadowgun eine Stunde am Stück länger spielen als auf dem S3 - bevor das Smartphone nach der Steckdose ruft.

Nutzer sollten also mit einer Akkuladung problemlos über den Tag kommen, je nach Nutzungsintenstiät ist auch eine Laufzeit von zwei Tagen drin. Der Akku ist allerdings fest verbaut und lässt sich nicht vom Nutzer wechseln.

Multimedia

Auf der Rückseite verbaut Motorola eine 8-Megapixel-Kamera. Sie liefert jedoch nur eine durchschnittliche Bildqualität - selbst Tageslichtaufnahmen wirken blass und weisen teils leicht verwaschene Konturen auf. Ein mit dem Motorola Razr HD aufgenommenes Testbild finden Sie hier. Nutzer müssen zudem mit geringen Einstellungsmöglichkeiten leben. Bei der Bildgröße hat man beispielsweise nur die Wahl zwischen 6- und 8-Megapixel-Aufnahmen. Videos zeichnet das Razr HD maximal in Full HD auf. Hier ist die Bildqualität besser, wenn auch nicht berauschend. Ein schwacher Trost: Dank HDMI-Schnittstelle können Inhalte problemlos auf den Fernseher übertragen werden, ein entsprechendes Kabel gehört jedoch nicht zum Lieferumfang.

Der Lautsprecher des Motorola Razr HD ist sehr kräftig - selbst wenn der Nutzer das Handy ablegt und der Lautsprecher dabei verdeckt wird. Wie für Handy-Lautsprecher typisch fehlt es aber an Bass, da hilft auch der Equalizer nicht weiter. Über Kopfhörer ist der Klang besser - auch wenn er nicht ganz das Niveau hochwertiger MP3-Player wie der des iPod nanos erreicht.

Software

Ab Werk läuft das Motorola Razr HD mit Android 4.0, ein Jelly Bean-Update ist in Arbeit und dürfte Anfang 2013 auch in Europa verfügbar sein. Größere Anpassungen oder eine Vielzahl vorinstallierter Apps gibt es nicht, lediglich die App Smart Actions sei noch erwähnt: Sie ermöglicht eine clevere automatisierte Steuerung des Smartphones. Kommt der Nutzer beispielsweise morgens ins Büro, verändert das Razr HD mit einer entsprechenden Smart Action schnell die Telefon-Einstellungen nach den Vorgaben des Nutzers.

Fazit

Motorola liefert mit dem Razr HD einen schickes Premium-Smartphone mit langer Akkulauftzeit ab. Ein weiterer Pluspunkt ist die umfassende LTE-Unterstützung. Größte Schwäche ist die verbaute 8-Megapixel-Kamera, die selbst bei Tageslicht nur eine durchschnittliche Bildqualität liefert. Das kostet den Kevlar-Riesen eine uneingeschränkte Kaufempfehlung und das Prädikat "Geheimtipp".

Die unverbindliche Preisempfehlung für das Motorola Razr HD lautet 569 Euro. Im Netz wird das Smartphone aber bereits für 530 Euro gelistet.

Alternativen zum Modell sind das HTC One X+ oder auch das Sony Xperia T.

Motorola Razr HD
Motorola Razr HD Alternativen

Zur besseren Einordnung und zum Vergleich haben wir die folgenden Alternativen zu Motorola Razr HD hinterlegt.

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Motorola Razr HD - Specs: Die technischen Daten im Überblick

Die nachfolgende Tabelle zeigt euch die wichtigsten technischen Daten des Motorola Razr HD im Überblick. Eine detaillierte Auflistung findet ihr im technischen Datenblatt, um das Motorola Razr HD mit anderen Smartphones zu vergleichen besucht unseren Handy-Vergleich.

Prozessor Qualcomm MSM8960
Display SUPER AMOLED Color (16M) 720x1280px (4.7") 312ppi
Gerätespeicher 12 GB
Akku 2.530 Milliamperestunden
Hauptkamera 8 Megapixel
Alle Details anzeigen
Motorola Razr HD Benchmarks
Passmark-Benchmark Ergebnis
Gesamt 2184
Prozessor (CPU Mark) 5,734
Speicher (Mem Mark) 2,663
Festplatte (Disk Mark) 3,082
2D (2D Mark) 2,339
2D (3D Mark) 709

Das für die Passmark-Benchmarks genutzte Motorola Razr HD hat ein ARMv7 Prozessor rev 4 (v7l) mit 2 Kernen und 787.5 MB RAM.

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Einsortierung und Informationen zum Leihgerät

Es wurden die folgenden Schlagworte vergeben: Testbericht, Android, Motorola, Smartphone, Motorola Razr HD und Android-Smartphones: Der große Update-Fahrplan.

Motorola Razr HD im Zeitverlauf
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  • Motorola Razr HD: Jelly Bean-Update ab sofort verfügbar

    07.12.2012 Motorola hat sein Vorzeige-Android-Smartphone Razr HD auf Android 4.1 aktualisiert. Das Jelly Bean-Update steht ab sofort für Nutzer zum Download bereit - auch in Deutschland. Käufer des Vollbild-Smartphones Motorola Razr i müssen sich dagegen noch einige Wochen gedulden.

    Für das Motorola Razr HD steht ab sofort ein Update auf Android 4.1 Jelly Bean bereit. Die Firmware basiert dabei auf Android 4.1.2 und bringt als neue Funktion die neuartige Suche Google Now mit sich. Des Weiteren hat Motorola eine Reihe von Verbesserungen am Razr HD vorgenommen, so wird durch das Update unter anderem die Reaktionszeit der Kamera beschleunigt und die Leistung des WLAN-Hotspots bei Nutzung der 5-Gigahertz-Frequenz verbessert. Eine Übersicht über alle Neuerungen und behobenen Fehler finden Sie hier.

    Eingespielt wird das Update drahtlos. Nutzer erhalten eine Benachrichtigung, sobald die Aktualisierung verfügbar ist. Auf Wunsch kann das Smartphone aber auch direkt nach dem Update suchen. Dazu gehen die Nutzer in die Einstellungs-App, wählen dort den Punkt Telefoninfo aus und dann den Punkt Systemaktualisierungen. Für die Installation des Updates sollte der Akku noch mindestens 50 Prozentpunkte aufweisen. Ein Downgrade auf Android 4.0 ist nach der Aktualisierung nicht mehr möglich.

    Auch das Motorola Razr i wird ein Update auf Android 4.1 Jelly Bean erhalten. Wie Motorola aber nun mitteilt, wird die Aktualisierung für das Intel-Smartphone nicht mehr 2012 erscheinen, sie ist für Januar 2013 vorgesehen. Weitere in Deutschland erhältliche Smartphones oder Tablets will Motorola nicht mehr aktualisieren.

    Eine Übersicht über geplante und verfügbare Android-Updates für Geräte aller Hersteller finden Sie hier auf netzwelt, ebenso wie ausführliche Testberichte zum Motorola Razr HD und zum Motorola Razr i.

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