"Hacky hack hack": 16-jähriger Apple-Hacker tritt seine Strafe an

Australier erbeutete 90 Gigabyte Daten

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von Michael Knott
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Ein 16-jähriger Teenager aus Australien konnte Server von Apple hacken und erbeutete über einen langen Zeitraum rund ein Terabyte an sensiblen Daten. Ermittler fanden später heraus, dass er diese Daten in einem Ordner mit Namen "Hacky hack hack" ablegte. Nun hat ein Gericht ein Urteil zu diesem Fall gesprochen.

Die Server von Apple gelten allgemein als höchst sicher. Einem 16 Jahre altem Australier gelang Berichten zufolge 2017 ein erfolgreicher Hack.
Die Server von Apple gelten allgemein als höchst sicher. Einem 16 Jahre altem Australier gelang Berichten zufolge 2017 ein erfolgreicher Hack. (Quelle: netzwelt)

Das Update vom 27. September mit der Urteilsverkündung findet ihr am Ende dieses Artikels.

Apple betont immer wieder die eigenen Bemühungen rund um die Sicherheit von Nutzerdaten. Das wissen Kunden zu schätzen. Positiv-Nachrichten, wie Apples Absage an das FBI, Ermittlungen durch das Entfernen eines iPhone-Passwortschutzes zu unterstützen, bekräftigen dieses Image. Apple-Server gelten allgemein als höchst sicher.

Verschiedene Medien, darunter die New York Post und die australische Publikation The Age, berichten nun von einer erfolgreichen Hacking-Attacke auf Apple-Server. Diese gelang offenbar ausgerechnet einem erst 16 Jahre alten Teenager und "großem Fan" aus Australien, der insgesamt 90 Gigabyte an Nutzerdaten erbeuten konnte. Die Daten legte er auf seinem Mac in einem Ordner mit dem Namen "Hacky hack hack" ab, wie sich nun herausstellt.

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Apple schaltet FBI ein

Der Anwalt des jungen Australiers sagte aus, dass der Traum des Jungens immer ein Job bei Apple gewesen sei. Wie genau es dem Teenager gelang, an die sensiblen Daten zu gelangen, ist unklar. Nachdem Apple außergewöhnliche Aktivitäten auf den Servern festgestellt hat, informierte man das FBI. Die australische Polizei führte eine Hausdurchsuchung bei der Familie des Teenagers durch. Bei der Überführung im vergangenen Jahr wurden unter anderem zwei MacBooks sichergestellt, deren Seriennummern zu dem Angriff passten. Der Junge hat vor Gericht bereits ein Schuldeingeständnis abgelegt und wartet auf sein Strafurteil.

Der 16-jährige Australier wurde nicht namentlich genannt. Zum einen, weil er minderjährig ist. Zum anderen, weil er in Hacker-Kreisen Berichten zufolge sehr bekannt ist. Von Apple gibt es bislang noch kein offizielles Statement zu diesem Fall.

Update vom 27. September: Urteil gesprochen, Datenmenge größer als angenommen

Der zum Tatzeitpunkt 16 Jahre alte Australier wurde von einem Gericht für schuldig gesprochen und zu acht Monaten auf Bewährung verurteilt, berichtet Bloomberg. Im Rahmen der Untersuchungen stellte sich heraus, dass die Menge an gestohlener Daten größer war, als bislang angenommen. Statt 90 Gigabyte speicherte der Junge demnach rund ein Terabyte Daten von Apple-Servern. In einem Statement gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters betont Apple, dass keine sensiblen Nutzerdaten erbeutet wurden.

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Dieser Artikel wurde mit den Schlagworten Apple, Apple iOS, App Store und Sicherheit versehen.

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