LG PK3 im Test: Kompakter 16-Watt-Bluetooth-Lautsprecher

Outdoor- und Indoor-Qualitäten

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von Michael Knott
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LG PK3 Bluetooth Lautsprecher 6

Ihr seid auf der Suche nach einem kompakten Outdoor-Lautsprecher, den ihr spielend einfach mit eurem Smartphone koppeln könnt? Genau so einen hat LG mit dem XBoom Go PK3 im Programm. Der Hersteller wirbt mit 16 Watt Leistung und sattem Bass. Im Test stellen wir fest: den Beinamen XBoom trägt der Speaker zu unrecht. Dennoch können wir den PK3 empfehlen.

Inhaltsverzeichnis

  1. Design, Verarbeitung und Anschlüsse
  2. Steuerung: Musik auf Zuruf
  3. Hörtest: So klingt der Bluetooth-Speaker von LG
  4. Das ist uns sonst noch aufgefallen
  5. Fazit & Alternativen

Kraftvoller Bass im kompakten Format - gäbe es einen generischen Sprücheklopfer für Hersteller von Bluetooth-Lautsprechern, diese Phrase käme häufig zum Vorschein. Aber LG ist beileibe nicht irgendein kleiner Nischenhersteller sondern ein südkoreanischer Tech-Riese, der in vielen Technikzweigen einen Fuß in der Tür hat. Daher hören wir beim LG Xboom Go PK3 genau hin und stellen die Frage: wie viel Bass kann aus so einem kompakten Speaker schon kommen?

Design, Verarbeitung und Anschlüsse

Groß ist der LG PK3 mit seinen Abmessungen von 18,2 x 8,2 x 8,2 Zentimeter wahrlich nicht. Und mit seinen 728 Gramm macht er sich im Rucksack kaum bemerkbar. Gut gefällt uns auf Anhieb die robuste Machart des Testgerätes.

Das Gehäuse ist nach IPX7 vor eindringendem Staub und Wasser geschützt. Es macht also nichts, wenn euch der Speaker während der Poolparty im Eifer des Gefechtes ins kühle Nass entgleitet. Nur allzu lange solltet ihr den outdoorfähigen Bluetooth-Speaker dort lieber nicht lassen.

Auf der Oberseite sind die insgesamt sieben folierten Tasten bündig in das Gehäuse eingelassen. Hier stoßt ihr etwa den Kopplungsvorgang per Bluetooth an, schaltet den Speaker ein und aus, ändert die Lautstärke oder hebt den Bass an. Zur "Enhanced Bass"- und zur Mikrofon-Taste später noch mehr.

LG PK3 Bluetooth Lautsprecher in Bildern

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Die unverbindliche Preisempfehlung von LG zum PK3 lautet 109 Euro. Online erhaltet ihr den kompakten Lautsprecher bereits günstiger, meist zu Preisen von rund 90 Euro. An der Verarbeitung gibt es nichts auszusetzen. Wir entdecken etwa keine auffälligen Spaltmaße. Die äußeren, frei zugänglichen Bass-Radiatoren wecken den Spieltrieb. Ständig drücken wir mit dem Finger darauf herum. Da es sich nicht um aktive Treiber handelt, ist das unkritisch. Die tongebenden Treiber sitzen wie es sich gehört gut geschützt hinter einem Metallgitter.

Zwei nette Details fallen uns noch auf. An der linken Seite weist das Gehäuse eine Möglichkeit auf, eine Schlaufe oder ein Trageband zu befestigen. Und hinter einer etwas zu fest sitzenden Abdeckung aus Kunststoff versteckt LG einen Line-In-Eingang zum Anschluss analoger Quellen sowie den fürs Aufladen notwendigen USB Type C-Port.

Steuerung: Musik auf Zuruf

Ihr könnt den Bluetooth-Speaker von LG nicht nur mit den im Dunklen leider nicht immer einwandfrei ablesbaren Tasten, sondern auch mit eurer Stimme steuern. Ist der Speaker per Bluetooth mit dem Smartphone verbunden, könnt ihr beispielsweise Siri sagen, sie möge doch bitte das nächste Lieder in der Wiedergabeliste spielen.

Auch wenn das Smartphone am anderen Ende des Picknicktisches liegt, funktioniert die Sprachsteuerung. Dazu genügt ein Druck auf das Mikrofon-Symbol an der Oberseite des Gehäuses. Ein Smart Speaker ist der LG-Zwerg deshalb aber noch nicht.

Hörtest: So klingt der Bluetooth-Speaker von LG

Wir hatten es befürchtet: Nein, ein Bassmonster ist der LG XBoom Go PK3 nicht. Die seitlichen passiven Radiatoren bemühen sich redlich, ein Tieftonfundament zu legen und schaffen dies im Rahmen ihrer Möglichkeiten auch gut. Wer aber auf wummernde Schläge in die Magengrube hofft, wird enttäuscht sein. Daran ändert auch die Taste mit der Aufschrift "Enhanced Bass" nichts.

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Uns gefällt der Kompromiss den LG geht dennoch ziemlich gut. Denn der PK3 ist überraschend laut, ohne dabei angestrengt zu wirken oder gar zu übersteuern. Er tönt sehr klar und deckt ein breites Spektrum ab.

Selbst einen gewissen Stereo-Effekt schaffen die beiden verbauten Treiber, obwohl sie bauartbedingt sehr dicht beieinander liegen. Kurzum: Wer auf einen kräftigen Klang aus kleiner Box steht und dabei auf die Extraportion Bass verzichten kann, ist mit dem LG PK3 bestens bedient. Ja, er unterstützt auch Qualcomms aptX-Technik, doch das erachten wir bei einem so kompakten Speaker nicht als vorrangig.

Die Akkulaufzeit beträgt laut Hersteller über zehn Stunden. Das haben wir nich überprüft. Den Akkustand könnt ihr jederzeit durch einen langen Druck auf die Powertaste anhand einer blinkenden LED prüfen.

Das ist uns sonst noch aufgefallen

  • Der Akku (4.200 Milliamperestunden) ist laut Hersteller binnen 3,5 Stunden wieder voll aufgeladen. Er lässt sich nicht als Powerbank nutzen.
  • Der Speaker unterstützt das Verbinden von zwei Bluetooth-Quellen.
  • Die Möglichkeit, zwei PK3 zu einem Stereopaar zu verbinden, besteht nicht.

LG XBoom Go PK3: Fazit

Denkt nicht immer nur an Bass 7/10

Der LG PK3 könnte es schwer haben. Denn gerade Käufer solch kompakter Bluetooth-Speaker hoffen oft auch auf überdurchschnittlichen Bass, nehmen dafür Abstriche beim übrigen Klangbild in Kauf. Der LG PK3 macht es genau andersherum. Er klingt klasse, hat nur beim Bass Defizite. Vielleicht sollte der Hersteller über eine Namensänderung nachdenken. Eine Empfehlung bekommt dieser Bluetooth-Lautsprecher von uns dennoch.

Das hat uns gefallen

  • Verhältnis Klang zu Größe
  • bei Bedarf recht laut
  • robuste Verarbeitung
  • wasserfest

Das hat uns nicht gefallen

  • Tasten im Dunkeln schwer erkennbar
  • Bass vergleichsweise schwach
Testnote 7,0 von 10
Michael Knott Team-Bild
Bewertet von Michael Knott
6,0 / 10
Klang
8,0 / 10
Design und Verarbeitung
6,0 / 10
Ausstattung
Informationen zum Leihgerät

Das Testgerät wurde uns direkt von LG zu Verfügung gestellt.

Mehr zum Thema, wie wir mit Testgeräten verfahren, wie wir testen und den allgemeinen Leitfaden für unsere Redaktion findet ihr in unseren Transparenz-Richtlinien.

Aktuelle Preise

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9
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