Identitätsdiebstahl: Wenn es zu spät ist - das können Opfer jetzt tun

Keine Panik nach Diebstahl des digitalen Ichs

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von Alexander Kant
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Wenn das digitale Ich entwendet und eventuell auch schon missbraucht worden ist, ist Not am Mann. Denn Identitätsdiebstahl ist keine schöne Sache. Es gibt aber Möglichkeiten, den Schaden am Ende zu begrenzen. Diese Aufgaben solltet ihr nach einem Identitätsdiebstahl und -missbrauch dringend erledigen.

Ihr solltet Identitätsdiebstahl nicht auf die leichte Schulter nehmen.
Ihr solltet Identitätsdiebstahl nicht auf die leichte Schulter nehmen. (Quelle: leolintang /depositphotos.com)

Auf einmal wird man auf der Autobahn aus dem Verkehr gezogen und verhaftet, weil ein Haftbefehl vorliegt. Ihr seid aber ein Engel in Person? Vielleicht hat ja jemand eure Identität gestohlen und missbraucht jetzt eure Daten für seine zwielichtigen Zwecke. Dies solltet ihr mit praktischen Online-Tools in einem ersten Schritt prüfen. Wichtig dabei ist, einen kühlen Kopf zu bewahren, es kann sich schließlich immer noch um mein Missverständnis handeln.

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Sind die Hinweise eindeutig und sollten schon die ersten Inkasso-Unternehmen vor der Tür stehen, erstattet Anzeige bei der Polizei und zwar für jede einzelne Forderung, die bei euch eintrifft. Ruft die Unternehmen und die Personen an, von den ihr die Forderungen bekommt und teilt unter Berufung auf die Anzeige bei der Polizei mit, dass ein Betrugsfall vorliegt. Zusätzlich nennt die ermittelnde Polizeibehörde euch ein Aktenzeichen der Anzeige mit.

Informationen sammeln und dann aufräumen lassen

Informationen sind in dem Fall pure Macht und damit sehr hilfreich: Fordert so viele Informationen wie möglich von den Unternehmen an, damit ihr diese sammelt und zur Polizei bringen könnt. Auch die Löschung der falschen Daten könnt ihr laut Bundesdatenschutzgesetz fordern. Denkt aber immer daran: Behaltet einen kühlen Kopf, auch wenn es schwierig ist, ihr seid nämlich nicht der Schuldner.

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Immer hartnäckig bleiben, denn manchmal kann es vorkommen, dass die Firmen die Informationen nicht herausrücken oder Daten nicht löschen wollen. Es ist zusätzlich wichtig, einen Anwalt einzuschalten und sich rechtlich beraten zulassen. Solltet ihr zu eurem regulären Rechtsschutz noch einen Internet-Rechtsschutz abgeschlossen haben, nutzt diesen. Ein falsches Schambewusstsein ist hier übrigens fehl am Platz: Es ist heutzutage sehr schwer, im Netz keine persönlichen Spuren zu hinterlassen. Ihr müsst euch also nicht schuldig fühlen, wenn eure Daten in die falschen Hände gelangen.

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Dieser Artikel wurde mit den Schlagworten Internet, Identitätsdiebstahl und Aktuelle Betrugswarnungen versehen.

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