DSLRs bis 500 Euro im Test: 5 Einsteiger-Spiegelreflexkameras im Vergleich

Modelle von Canon, Nikon und Sony im Vergleich

Jan Kluczniok - Profilbild
von Jan Kluczniok
Teilen

Digitale Spiegelreflexkameras (DSLRs) bieten mehr Möglichkeiten als Smartphones oder Kompaktkameras. Für jeden der tiefer in das Thema der Fotografie eintauchen möchte hat netzwelt Einsteiger-Modelle unter 500 Euro getestet und miteinander verglichen.

Digitale Spiegelreflexkameras sind groß und meist schwer, bieten aber mitunter eine sehr gute Bildqualität.
Digitale Spiegelreflexkameras sind groß und meist schwer, bieten aber mitunter eine sehr gute Bildqualität. (Quelle: netzwelt)

Inhaltsverzeichnis

  1. So testet netzwelt
  2. Die beste DSLR für unter 500 Euro
  3. Die beste Alternative
  4. Darauf gilt es beim Kauf zu achten
  5. Fotografieren lernen
  6. Testfeld im Überblick

Fotografieren macht Spaß. Die Möglichkeiten von Smartphones und konventionellen Kompaktkameras sind jedoch begrenzt. Für ambitionierte Fotografen kommen hier unter anderem digitale Spiegelreflexkameras (DSLRs) ins Spiel. Dabei muss allerdings nicht gleich ein Spitzenmodell für mehrere tausend Euro sein. Es gibt bereits gute DSLRs für einen Straßenpreis von bis zu 500 Euro. Netzwelt hat für euch fünf aktuelle Modelle getestet und verglichen. Da wir davon ausgehen, dass Fotografie-Einsteiger noch nicht über eine umfangreiche Sammlung an Objektiven verfügen, bezieht sich der Preis von 500 Euro auf sogenannte DSLR-Kits, die neben der Kamera auch ein passendes Objektiv beinhalten.

So testet netzwelt

Ziel unserer Testberichte ist es ein Gefühl für die Stärken und Schwächen der Digitalkamera beim Einsatz in der Praxis zu vermitteln. Gleichzeitig darf aber natürlich die Beurteilung der Bildqualität nicht zu kurz kommen. Daher setzt sich die Gesamtwertung aus Handhabung, Foto, Video, Display/Sucher und der Bildqualität zusammen.

So testet netzwelt

Unsere Tester verschaffen sich zunächst einen Marktüberblick und erfassen alle in Frage kommenden Modelle. Dabei werden neben bekannten Marken auch kleinere Hersteller berücksichtigt. Aus dieser Masse an Geräten werden die aus Sicht der Redaktion relevanten Modelle einzeln getestet und die Testergebnisse gegenüber gestellt. Zudem führen wir Hintergrundgespräche mit Händlern, Herstellern und Nutzern um den Service der Anbieter beurteilen zu können.

5
Modelle getestet
110+
Zeit aufgewendet
5
Expertengespräche

Die Gesamtnote ergibt sich aus den Einzelnoten, der Redakteur kann jedoch eine Auf- beziehungsweise Abwertung um eine Note vornehmen. Falls eines der Kriterien im Vergleich mit anderen Geräten besonders herausragend ist. Für die Benotung nutzt netzwelt eine Skala von 1 (schlecht) bis 10 (sehr gut).

Die beste DSLR für unter 500 Euro

Netzwelt empfiehlt DSLR-Einsteigern den Griff zur Canon EOS 1200D. Aus zwei Gründen: Zum einen ist es eines der jüngsten Modelle in unserem Vergleich, zum anderen sind die Canon-Kameras in Sachen Bedienung unserer Meinung nach zugänglicher als die Konkurrenz von Nikon. Canon hat sich einiges einfallen lassen um Einsteiger im Umgang mit ihrer ersten DSLR zu unterstützen. Zahlreiche Automatiken, Szenenprogramme und Kreativfilter sind implementiert. Zudem gibt es auch noch eine passende App für Android und iOS. Die App ist eine Ergänzung zum Kamerahandbuch und bietet dem Anfänger eine 360-Grad-Ansicht, in der alle Knöpfe und Räder der DSLR erklärt werden.

Die beste Alternative

Wem die Canon EOS 1200D nicht zusagt, der kann zum Konkurrenten D5300 von Nikon greifen. Muss jedoch mit einer sehr menülastigen Bedienung leben. Zudem missfiel uns im Test der langsame Autofokus in der Live-View-Ansicht.

Nikon D5300 Produktbild
Nikon D5300
  • 39 Autofokus-Messfelder
  • WLAN und GPS
  • dreh- und klappbares Display
  • gute Ausstattung
  • langsamer Autofokus im Live-View
  • zu wenige Tasten - menülastige Bedienung

Darauf gilt es beim Kauf zu achten

Mit dem Kauf einer DSLR entscheidet ihr euch für ein Kamera-System. Zubehör wie Objektive oder Blitzlichtgeräte lassen sich nicht ohne weiteres an der DSLR eines anderen Herstellers nutzen - das muss euch bewusst sein. Vor allem, wenn ihr plant schnell eine umfangreiche Sammlung an Objektiven anzulegen, diese sind zumeist weitaus teurer als das eigentliche Kameragehäuse - in Fachkreisen auch "Body" genannt. Vor dem Kauf solltet ihr euch mit der Bedienung der Kamera vertraut machen, und schauen, ob ihr einen Zugang findet. Denn ein Umstieg wird sonst teuer.

Ähnlich wie im Smartphone-Bereich teilt sich der Markt für Einsteiger-DSLRs weitestgehend in zwei Lager: Canon und Nikon. Andere Hersteller wie etwa Sony oder Pentax sind qualitativ nicht schlechter, spielen aber eher eine untergeordnete Rolle. Die Dominanz von Canon und Nikon hat so manchen Hersteller schon zur Aufgabe bewegt, so ist etwa Samsung aus dem Kamera-Markt in Deutschland ausgestiegen.

Fotografieren lernen

Fotografieren bedeutet viel mehr, als nur auf den Auslöser zu drücken. Wenn ihr unter anderem wissen wollt, wie ihr Naturphänomene wie Sternschnuppen perfekt mit euer DSLR einfangt, dann solltet ihr unsere Fototipps besuchen. Anhand verständlicher Tutorials lernt ihr hier das 1x1 des Fotografierens.

Bestenliste: DSLRs bis 500 Euro im Test: 5 Einsteiger-Spiegelreflexkameras im Vergleich

Nachfolgend findet ihr alle von netzwelt im Rahmen dieses Vergleichs getesteten DSLRs. Mit einem Klick gelangt ihr entweder direkt zum ausführlichen Testbericht von netzwelt oder zum entsprechenden Angebot auf Amazon.

  • 6.4

    Nikon D5300


    Nikon hat die D5300 im Vergleich zum Vorgängermodell in einigen Details verbessert. WLAN und GPS gibt es nun zum Preis des Vorgängers. Die Bildqualität hat sich auch ohne Tiefpassfilter nicht signifikant verbessert. Der fehlende Kopfhörerausgang trübt den Blick auf die Videofunktionalität der Kamera, die sich sonst hervorragend für Videoaufnahmen eignet. Der Phasenautofokus reagiert sehr schnell, und das Display besitzt eine hohe Auflösung. Die Nikon D5300 empfiehlt sich vor allem für Fotografen, die ab und an Videos drehen möchten oder häufig aus ungewöhnlichen Positionen fotografieren. Das Vorgängermodell D5200 befindet sich gerade im Ausverkauf und wenn man auf WLAN und GPS verzichten kann, ist die DSLR eine günstige Alternative. Den ausführlichen Testbericht zur D5200 lesen Sie hier auf netzwelt. Ihnen fehlen noch ein paar Antworten auf Fragen, die Sie uns im Unboxing gestellt haben? Netzwelt gibt im Video des D5300-Unboxing-Artikels eine Antworten auf Ihre Fragen.

    Preis prüfen bei Amazon Zum Testbericht
  • 5.8

    Sony Alpha SLT-A58


    Die Sony Alpha SLT-A58 ist eine rundum gelungene Einsteiger-Kamera. Die vielen Automatiken und Motivprogramm unterstützen den Fotografen nach Kräften. Da die Kamera sich auch komplett manuell bedienen lässt, bietet Sie aber Einsteigern genügend Freiraum, um sich tiefer mit der Bildgestaltung auseinanderzusetzen. Damit ist die Kamera auch für ambitioniertere Fotografen interessant. Wer sich mit dem Plasitkgehäuse anfreunden kann, erhält eine SLT-Kamera mit guter Bildqualität und schnellem Autofokus zum fairen Preis. Derzeit ist die Sony Alpha SLT-A58 mit dem DT 18-55mm/F3,5-5,6 SAM Kit-Objektiv für circa 400 Euro erhältlich. Falls die Sony Alpha SLT-A58 für Sie nicht der richtige Kandidat für den Einstieg in die Spiegelreflex-Fotografie ist, hat netzwelt auch die Nikon 3100, die derzeit günstig im Handel erhältlich ist oder die Canon EOS 650D für Sie getestet.

    Preis prüfen bei Amazon Zum Testbericht
  • 5.8

    Nikon D3300


    Nikon hat ein gutes Gesamtpacket geschnürt. Einsteiger können sich auf eine leichte und kompakte DSLR freuen, die mit vielen Automatiken den Nutzer an die Fotografie heranführt. Die Menüführung und Darstellung samt Hilfefunktion sind sehr gut gelöst. Autofokus und Sucher können im Test nicht vollends überzeugen, und auch die eingesparten Belichtungsreihen sind ein Minuspunkt. Bei der Bildqualität leistet sich die D3300 keine Schwächen. Daher kann netzwelt die DSLR für einen Preis von derzeit circa 420 Euro (Stand: August 2014) jedem Einsteiger empfehlen. Eine Alternative zur D3300 wäre die Canon 1200D. Den ausführlichen Testbericht lesen Sie hier.

    Preis prüfen bei Amazon Zum Testbericht
  • 5.0

    Canon EOS 100D


    Die EOS 100D ist perfekt für Einsteiger in die DSLR-Fotografie. Sie punktet im Test mit ihrem kompakten Format, einfacher Bedienung und hervorragender Bildqualität. Ambitioniertere Fotografen werden aber schnell an die Grenzen der Kamera stoßen. Die EOS 100D ist zudem nicht günstig. Wenn Sie auf das kompakte Format verzichten können, finden Sie im Handel ältere DSLRs wie die Nikon D3100 zu deutlich niedrigeren Preisen. Eine Alternative für Einsteiger ist auch die Sony Alpha SLT-A58. Die unverbindliche Preisempfehlung für die Canon EOS 100D lautet 799 Euro - inklusive dem neuen Standardzoom-Objektiv EF-S 18-55mm 1:3,5-5,6 IS STM. Im Netz ist das Kit bereits ab 568 Euro erhältlich. Die Kamera alleine wird ab 470 Euro gehandelt.

    Preis prüfen bei Amazon Zum Testbericht
Nicht für alle von uns getesteten Produkte vergeben wir eine Note. Dies kann unterschiedliche Gründe haben.

Einige Produkte konnten wir zum Beispiel nur kurz auf einer Messe ausprobieren und nicht längere Zeit einem redaktionellen Test unterziehen.

Zudem vergeben wir erst seit 2014 Testnoten. Auf eine nachträgliche Bewertung älterer Produkte haben wir bewusst verzichtet.

In dieser Bestenliste findet ihr nachfolgend alle von uns getesteten Produkte ohne Note. Die angezeigte Bewertung spiegelt die Meinung unserer Leser wieder.
  • 7.0

    Canon EOS 1200D

    Canon hat mit der EOS 1200D nach drei Jahren die EOS 1100D abgelöst. Das neue Einsteigermodell bekommt Full HD-Video, einen größeren Bildschirm und einen APS-C-Sensor mit 18 Megapixeln. Was die kleine DSLR leistet, lesen Sie im ausführlichen Test auf netzwelt.

Weitere Digitalkamera-Bestenlisten

Eine komplette Übersicht aller Produkte findet ihr hier: Digitalkamera - Alle Produkte und Testberichte. Sucht ihr nach speziellen Preisspannen, Funktionen oder ähnliches, helfen euch unsere anderen Bestenlisten zum Thema weiter.

6
Bewertung

Hier kannst du die Bestenliste "DSLRs bis 500 Euro im Test: 5 Einsteiger-Spiegelreflexkameras im Vergleich" bewerten.

Die aktuelle Wertung liegt aktuell bei 6 von 10 möglichen Punkten bei 6 abgegebenen Stimmen.
Vielen Dank für deine Bewertung!

Das könnte dich auch interessieren